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Stand: Oktober 2026
Der Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und die Datenschutzerklärung enthalten unsere Verpflichtungen. Diese Seite beschreibt, wie wir sie einlösen: mit den technischen Einzelheiten, die sich mit dem Programm weiterentwickeln. Alle Angaben entsprechen dem aktuellen Programmstand. Ändert sich daran etwas, schreiben wir es hier fort.
1. Was Ihr Rechner sendet – und was nie
Browser-Anwendung
In der Meeting-App ist die Kamera gesperrt. Das erzwingt die Berechtigungsrichtlinie des Browsers (Permissions-Policy: camera=()): Selbst wenn eine spätere Programmversion es versuchte, gäbe der Browser die Kamera nicht frei.
Das Mikrofon lässt die Richtlinie nur für die Meeting-App selbst zu (microphone=(self)), und die App nutzt es ausschließlich für die Spracherkennung auf Ihrem Gerät. Das Erkennungsmodell läuft in Ihrem Browser und wird von unserem eigenen Server geladen, nicht von einem Drittanbieter. Das Audiosignal verlässt Ihr Gerät nicht. Der erkannte Text wird nur übermittelt, wenn Sie das gesondert freigeben. Haben Sie die Übermittlung von Kennzahlen freigegeben, meldet der Browser zusätzlich nur, ob Sie gerade sprechen oder nicht – nie Ton, Text oder Lautstärke.
Meeting-Begleiter (Companion)
Der optionale Meeting-Begleiter für den Rechner analysiert Ton und Bild ausschließlich lokal. Die Spracherkennung läuft mit einem auf dem Gerät gespeicherten Whisper-Modell, die Bildanalyse mit lokalen Modellen für Gesichtserkennung und Ausdrucksmerkmale. Es gibt im Programm keinen Weg, eine Ton- oder Bildaufnahme zu versenden; automatisierte Tests stellen bei jeder Programmänderung sicher, dass keine Emotionszuordnung in die Sendeliste gerät.
Die beiden Modelle lädt der Meeting-Begleiter einmalig herunter: das Spracherkennungsmodell nach Ihrer Zustimmung von huggingface.co (Projekt ggerganov/whisper.cpp), das Modell für Ausdrucksmerkmale erst, wenn Sie diese Analyse einschalten, von github.com (Projekt HSE-asavchenko/face-emotion-recognition). Jede Datei wird vor der Verwendung gegen eine fest hinterlegte Prüfsumme geprüft. Die Anbieter dieser Plattformen sehen beim Herunterladen die IP-Adresse Ihres Geräts, aber keine Meeting-Daten.
Vollständige Liste der Kennzahlen
Diese Kennzahlen überträgt der Meeting-Begleiter bei erteilter Freigabe an MeetEffX:
- Dauer der Sitzung
- Redeanteil in Prozent
- Sprechtempo in Wörtern je Minute
- Verständlichkeit (Wert 0–100)
- Energie (Wert 0–100)
- Anzahl eigener Unterbrechungen
- Aufmerksamkeit (Wert 0–100, nur bei Kamera-Freigabe)
- Kamera aktiv ja/nein
- Zugewandtheit (Wert 0–100, nur bei Kamera-Freigabe)
- Grober Stimmungswert (Wert 0–100) – nur bei gesonderter Freigabe, fließt ausschließlich in ein Gruppenbild ein (siehe unten)
Getrennt davon und nur bei eigener Freigabe: der auf dem Gerät erzeugte Text der eigenen Redebeiträge mit Zeitmarken. Niemals die Aufnahme.
Gruppenwerte für die Moderation
Ein gemeinsamer Stimmungswert der Gruppe entsteht erst, wenn mindestens drei Teilnehmende ihren Stimmungswert freigegeben haben, und nur, solange die Moderation das Stimmungsbild eingeschaltet hat. Wird es ausgeschaltet, verwerfen wir die gespeicherten Einzelwerte.
Den Durchschnitt von Energie, Verständlichkeit und Sprechtempo der Gruppe sieht die Moderation erst, wenn mindestens zwei Teilnehmende Werte beisteuern. Jeder dieser Durchschnitte wird nur angezeigt, wenn für genau diese Kennzahl mindestens zwei Werte vorliegen – so lässt sich kein Durchschnitt auf eine einzelne Person zurückrechnen.
2. Betriebsstatistik ohne Personenbezug
Ereignisschicht: Einzelereignisse der Vertragsbeziehung (Konto angelegt, Testphase gestartet, Bestellung begonnen, Abo aktiv, gewechselt, gekündigt, Zahlung gescheitert, Zustimmung erteilt) mit Organisations- und Nutzerkennung, taggenau ohne Uhrzeit, ohne Freitext. Automatische Löschung nach 180 Tagen, täglich um 03:00 Uhr.
Kennzahlschicht: Täglich um 04:20 Uhr verdichten wir die Ereignisse zu Kennzahlen je Zeitfenster (Tag, Woche, Monat, Quartal). Eine Kennzahl enthält Anzahl, Summe, Median und 95-Prozent-Wert, aber keine Kennung.
Mindestbesetzung: Eine Kennzahl, die etwas über Kunden aussagt (zum Beispiel je Tarif, je Kohorte oder je Kündigungsgrund), wird nur gespeichert, wenn mindestens fünf verschiedene Organisationen zu ihr beitragen. Andernfalls wird sie auf das nächstgrößere Zeitfenster gehoben (Tag → Woche → Monat → Quartal), bis die Mindestbesetzung erreicht ist, oder sie entsteht nicht. Rein technische Merkmale wie Programmversion oder eingesetztes KI-Modell werden ohne diese Schwelle gezählt, weil sie nichts über einen Kunden aussagen.
App-Aktivitätsmessung: Um zu zählen, wie viele verschiedene Personen und Organisationen die Meeting-App je Stunde und Tag nutzen, speichert unser Server je angemeldeter Person und Stunde einen Einwegwert (SHA-256-Hashwert) aus der Nutzerkennung und einem geheimen Zufallswert, zusammen mit der Kennung der Organisation. Die Nutzerkennung selbst wird dabei nicht gespeichert. Der Zufallswert wird jeden Kalendertag überschrieben, sodass sich Einwegwerte verschiedener Tage nicht miteinander verbinden lassen; er ist ein anderer als bei der Reichweitenmessung der Website. In der folgenden Nacht um 04:20 Uhr zählen wir die Zeilen des Vortags zu Summen je Stunde und Tag und löschen sie. Zeilen, die dabei liegen bleiben, werden spätestens nach sieben Tagen gelöscht.
Meeting-Inhalte, Klarnamen, Kontaktdaten und Ergebnisse der Persönlichkeits- oder Stimmungsanalyse fließen in keine Kennzahl ein. Wir geben Kennzahlen nicht weiter, nutzen sie nicht zu Werbezwecken und nicht zum Training von KI-Modellen.
Widerspruch: Eine Nachricht an privacy@meeteffx.com genügt. Wir markieren die Organisation, zeichnen keine weiteren Ereignisse zu ihr auf und löschen die vorhandenen. Bereits gebildete Kennzahlen bleiben, weil sich der Beitrag nicht mehr herauslösen lässt.
3. Reichweitenmessung auf der Website
Kein Cookie, kein Skript eines Drittanbieters, kein Zugriff auf Ihr Endgerät. Beim Ausliefern einer Seite bildet unser Server aus IP-Adresse und Browserkennung einen SHA-256-Hashwert und verfremdet ihn mit einem Zufallswert, der nur auf unserem Server liegt. Der Zufallswert wird regelmäßig überschrieben, spätestens nach sieben Tagen; derzeit alle 24 Stunden. Die IP-Adresse wird nicht gespeichert. Ein Besuch endet nach 30 Minuten ohne Aufruf. Jede Nacht um 04:35 Uhr fassen wir die Einzelzeilen zu Summen je Seite, Herkunft, Gerätetyp, Stunde und Tag zusammen und löschen die Einzelzeilen.
4. KI-Dienstleister und Modelle
Sprachmodell-Analysen: Mistral AI SAS, Paris. Übermittelt werden ausschließlich Textinhalte (Agenda, Notizen, Aufgaben, Protokoll, freigegebene Mitschriften, Kennzahlen). Mistral hält Anfragen und Antworten bis zu 30 Tage zur Missbrauchserkennung vor; eine Vereinbarung über den Verzicht auf diese Vorhaltung (Zero Data Retention) besteht nicht. Mit unseren Daten wird nicht trainiert: Das sagen die Datenschutzbestimmungen von Mistral für die bezahlte Schnittstelle zu, und die Trainingsfreigabe ist in unserem Konto abgeschaltet.
Eingesetzte Modelle: Mistral Large in der jeweils aktuellen Fassung (Analysen), Mistral Small für einfache Aufgaben und als Ausweichmodell, Voxtral TTS für die Sprachausgabe von Lernhinweisen. Es gibt keine Sprache-zu-Text-Funktion auf unseren Servern oder bei Mistral.
Es gibt keinen Fallback zu einem Anbieter außerhalb der EU.
5. Aufbewahrungsfristen
- Ereignisdaten der Betriebsstatistik: 180 Tage
- Einwegwerte der App-Aktivitätsmessung: bis zur nächtlichen Zählung des Folgetags, höchstens 7 Tage
- Einzelzeilen der Reichweitenmessung: bis zur nächtlichen Verdichtung, höchstens 24 Stunden
- Zufallswert der Reichweitenmessung: höchstens 7 Tage
- Server-Zugriffsprotokolle: 30 Tage
- Kennzahlen des Meeting-Begleiters: 730 Tage nach dem Meeting
- Anonyme Kennzahlen: unbefristet (kein Personenbezug)
6. Unterauftragsverarbeiter
- Hetzner Online GmbH, Deutschland – Server und Infrastruktur
- Neon, Inc., USA – Datenbank, EU-Region Frankfurt, EU-Standardvertragsklauseln
- Sendinblue GmbH (Brevo), Deutschland – System-E-Mails und Einladungen
- Mistral AI SAS, Frankreich – Sprachmodell-Analysen (nur Text) und Text-zu-Sprache
Änderungen an dieser Liste kündigen wir unseren Kunden nach § 6.3 AVV an. Maßgeblich ist Anlage 3 des Auftragsverarbeitungsvertrags.